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title: "To-go-Verpackung: Leitfaden für Großhändler | Ekoroll"
description: "Leitfaden für Gastronomiegroßhändler: To-go-Verpackung aus Papier und Bagasse ins Sortiment nehmen – Nachweise, Private Label und Kundenansprache."
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[Ratgeber](https://ekoroll.com/de/blog)11 Min. Lesezeit

# To-go-Verpackung aus Papier und Bagasse: Leitfaden für Großhändler

Leitfaden für Gastronomiegroßhändler: To-go-Verpackung aus Papier und Bagasse ins Sortiment nehmen – Nachweise, Private Label und Kundenansprache.

Teil des Ratgebers: [Bagasse-Verpackung: Leitfaden zu Einweggeschirr aus Zuckerrohr](https://ekoroll.com/de/blog/bagasse-packaging-guide)

 [Mahdi Sadough](https://ekoroll.com/de/about)Gründer & CEO, Ekoroll 18\. März 2026

![Kraftpapiertüten, Speiseboxen aus Kraftpapier, runde Kraftpapierschalen und weiße Bagasse-Klappboxen gestapelt auf einer Edelstahltheke in einer Restaurantküche](https://ekoroll.com/media/blog/eco-friendly-takeaway-packaging-guide.webp)

Ein Sortiment an To-go-Verpackungen aus Papier und Bagasse aufzubauen ist eine andere Aufgabe, als das eigene Restaurant umzustellen. Für Gastronomiegroßhändler, Importeure und Private-Label-Einkäufer lautet die Frage nicht „Welche Verpackung sollen wir verwenden?“, sondern „Welche Verpackung sollen wir lagern, belegen und verkaufen – und wie bauen wir ein Sortiment, mit dem unsere Kunden vollständige, kunststoffreduzierte Systeme zusammenstellen können?“.

Dieser Leitfaden betrachtet **nachhaltige To-go-Verpackung** aus Sicht von Großhändlern und Großhandelseinkäufern: welche Formate in ein vollständiges Sortiment gehören, welche Nachweis- und Dokumentationspflichten beim Weiterverkauf in EU-Märkten gelten, wie Sie das Sortiment so strukturieren, dass Ihr eigener Einkauf überschaubar bleibt, und wie Sie ein kunststoffreduziertes Verpackungsportfolio positionieren, um die Kunden zu gewinnen, die es verlangen.

Für Restaurantbetreiber, die ihr eigenes Verpackungssystem aufbauen: [Nachhaltige Verpackung für Restaurants](https://ekoroll.com/de/blog/eco-friendly-packaging-for-restaurants). Für den vollständigen Umstellungsrahmen: [So stellen Sie auf plastikfreie Verpackung um](https://ekoroll.com/de/blog/how-to-switch-to-plastic-free-packaging).

## Warum Gastronomiegroßhändler eine eigene Linie für nachhaltige To-go-Verpackung brauchen

Die wirtschaftliche Begründung für ein eigenes Sortiment nachhaltiger To-go-Verpackungen im Gastronomiegroßhandel hat sich in den letzten drei Jahren deutlich verändert. Es ist keine Nischenkategorie für umweltbewusste Kunden mehr, sondern wird für einen wachsenden Teil der Kundschaft zur Grundanforderung im Einkauf.

### Anforderungen für die Qualifizierung bei Kunden

Betriebscaterer, Hotelketten, öffentliche Verpflegung und internationale Liefermarken verlangen zunehmend plastikfreie Verpackung als Voraussetzung für Lieferanten. Ein Großhändler, der keine zertifiziert kompostierbaren Faserbehälter, keine Becher mit PFAS-frei-Nachweis und kein FSC-zertifiziertes Besteck mit vollständiger Dokumentation liefern kann, kommt für diese Kunden unabhängig vom Preis nicht infrage. Der Umsatz eines einzigen gewonnenen Vertrags mit einem Betriebscaterer übersteigt typischerweise die Jahresmarge Dutzender Kunden mit herkömmlicher Kunststoffverpackung.

### Die Richtung der EU-Regulierung

Der EU-Rechtsrahmen erhöht systematisch Kosten und Compliance-Aufwand herkömmlicher Kunststoffverpackungen und senkt zugleich die Hürden für plastikfreie Alternativen. Großhändler, die bereits ein geprüftes Sortiment aufgebaut haben, können auf Rechtsänderungen mit vorhandenen Produkten reagieren statt mit hektischem Einkauf. Wer das nicht hat, muss bei jeder Rechtsänderung erneut Produkte suchen und qualifizieren. Siehe: [EU-Plastikverbot erklärt](https://ekoroll.com/de/blog/eu-plastic-ban-explained).

### Chance zur Bündelung bei Kunden

Kunden, die plastikfreie Verpackungssysteme aufbauen, bevorzugen einen einzigen Lieferanten – wegen der Dokumentation, der gleichbleibenden Qualität und der betrieblichen Einfachheit. Ein Großhändler, der ein vollständiges, kunststoffreduziertes Sortiment – Behälter, Becher, Deckel, Besteck, fettdichtes Papier – aus einem Katalog mit einheitlicher Dokumentation liefert, gewinnt die Bündelung gegen Wettbewerber mit Teilsortimenten. Der strategische Wert, der einzige Verpackungslieferant eines Kunden in diesem Bereich zu sein, reicht weit über die Marge einzelner Artikel hinaus.

## Das vollständige Sortiment: was Sie auf Lager haben sollten

Ein vollständiges Sortiment nachhaltiger To-go-Verpackungen umfasst sechs Produktkategorien. Jede Kategorie muss vollständig verfügbar sein, damit Kunden vollständige, kunststoffreduzierte Systeme aufbauen können – Teilsortimente zwingen Kunden zur Aufteilung ihres Einkaufs und schwächen Ihre Bündelungsposition.

![Ein Sortiment an To-go-Verpackungen aus Kraftpapier mit Papiertüten, Getränketrägern, Foodtrays, Nudelboxen und Pommesbechern.](https://ekoroll.com/media/products/disposable-food-containers/disposable-food-containers-03.webp)

### Kategorie 1: Speisebehälter aus Bagasse

Bagasse-Behälter sind das Fundament eines Sortiments nachhaltiger To-go-Verpackungen. Sie bestehen aus Zuckerrohrfaser und sind in der europäischen Gastronomie der am weitesten verbreitete plastikfreie Speisebehälter – dank ihrer Eignung für heiße und fettige Speisen, ihrer Formstabilität im Lieferbetrieb und ihrer vertrauten Optik.

Sortimentsanforderungen für ein vollständiges Großhandelsportfolio:

-   Klappboxen (klein, mittel, groß): das wichtigste Format für die meisten Quick-Service- und To-go-Anwendungen
-   Tabletts: für Hotelbuffet, Catering und Veranstaltungen
-   Schalen: für Suppen, Salate und Bowls
-   Behälter mit Fächern: für Menüangebote und Kindermenüs

Nachweise für den Weiterverkauf – verlangen Sie: ein Kompostierbarkeitszertifikat für jedes als kompostierbar verkaufte Produkt (Bagasse von Ekoroll ist heimkompostierbar und zu 100 % aus Bagasse (TÜV AUSTRIA OK compost HOME); das Zertifikat hält die herstellende Fabrik, eine Kopie erhalten Sie auf Anfrage) und eine Konformitätserklärung nach Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 für den Lebensmittelkontakt. Beide müssen produktbezogen sein (keine pauschale Lieferantenzertifizierung). Siehe: [Bagasse vs. Kunststoffbehälter](https://ekoroll.com/de/blog/bagasse-vs-plastic-food-containers) und [Leitfaden Bagasse-Menübox](https://ekoroll.com/de/blog/bagasse-meal-box-guide).

### Kategorie 2: Getränkebecher mit wasserbasierter Beschichtung

Getränkebecher sind in jedem Café der sichtbarste einzelne Verpackungsartikel – und der Artikel, bei dem Kunden am ehesten Nachhaltigkeitskriterien vorgeben. Das Becherangebot eines Großhändlers muss heiße und kalte Formate mit wasserbasierter Beschichtung (weder PE noch PLA) abdecken und sollte den separaten Plastikdeckel möglichst überflüssig machen.

Sortimentsanforderungen:

-   Deckellose Heißgetränkebecher (mindestens 8 oz (ca. 240 ml), 12 oz (ca. 355 ml), 16 oz (ca. 470 ml)): wasserbasierte Beschichtung, PFAS-frei mit Nachweis – kein separater Deckel nötig
-   Deckellose Kaltgetränkebecher (mindestens 12 oz (ca. 355 ml), 16 oz (ca. 470 ml), 20 oz (ca. 590 ml)): wasserbasierte Beschichtung, PFAS-frei mit Nachweis
-   Herkömmliche Heißgetränkebecher (für Kunden, die Becher-Deckel-Systeme bevorzugen): wasserbasierte Beschichtung statt PE vorgeben

Mit wasserbasierter Beschichtung tragen diese deckellosen Becher eine DIN-CERTCO-Zertifizierung als heimkompostierbar, die der herstellende Partner hält; Kopien auf Anfrage. Beschreiben Sie die Beschichtung als „wasserbasierte Beschichtung, PFAS-frei, PE-frei“ – nicht als plastikfrei.

Nachweise für den Weiterverkauf: Konformitätserklärung nach Verordnung (EG) Nr. 1935/2004, PFAS-frei-Prüfberichte eines unabhängigen Labors (Papier und Beschichtung), schriftliche Bestätigung der wasserbasierten Beschichtung. Siehe: [Leitfaden Pappbecher](https://ekoroll.com/de/blog/disposable-paper-cups-guide) und [Wasserbasierte Beschichtung vs. PE bei Pappbechern](https://ekoroll.com/de/blog/water-based-coating-paper-cups-vs-pe).

### Kategorie 3: Deckel aus Formfaser

Deckel aus Formfaser bedienen Kunden, die ihre herkömmlichen Becher behalten, aber Plastikdeckel ersetzen müssen. Zugleich sind sie die Standarddeckel für Bagasse-Behälter im gesamten Sortiment. Ein vollständiges Deckelangebot verhindert, dass Kunden Deckel anderswo kaufen.

Sortimentsanforderungen:

-   Formfaserdeckel passend zu Ihren Behältergrößen: Stellen Sie sicher, dass die Deckel, die Sie führen, maßlich zu Ihren Behältern passen – Kunden sollten keine Produkte verschiedener Lieferanten kombinieren müssen, um ein passendes Paar aus Behälter und Deckel zu erhalten
-   Becherdeckel: in Größen passend zu Ihren Heißgetränkebechern für Kunden, die herkömmliche Becher mit Faserdeckeln nutzen

Nachweise für den Weiterverkauf – verlangen Sie: ein Kompostierbarkeitszertifikat für den konkreten Deckel, wenn Kompostierbarkeit beworben wird, Konformität nach Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 und PFAS-frei-Dokumentation für Varianten mit Barrierebehandlung. Siehe: [Formfaserdeckel vs. Plastikdeckel](https://ekoroll.com/de/blog/molded-fiber-lids-vs-plastic-lids).

### Kategorie 4: Holzbesteck und Bambusbesteck

Kunststoffbesteck (auch aus biobasierten Kunststoffen wie PLA) ist nach der EU-Einwegkunststoffrichtlinie verboten – Holz- und Bambusbesteck sind also Pflicht, nicht Vorliebe. Jeder Gastronomiekunde, den Sie beliefern, braucht konformes Besteck. Mit FSC-zertifiziertem Holz- und Bambusbesteck lose (für Catering) und einzeln verpackt (für Lieferdienste) decken Sie das gesamte Kundenspektrum ab.

Sortimentsanforderungen:

-   Einzelteile (Gabel, Messer, Löffel, Teelöffel): für Catering, Buffet und Selbstbedienung
-   Vorverpackte Sets (Gabel + Messer oder Gabel + Messer + Löffel + Serviette + Zahnstocher): für Lieferungen und Essen zum Mitnehmen
-   Bambusbesteck: für Kunden mit Premium-Nachhaltigkeitspositionierung

Nachweise für den Weiterverkauf: FSC-Zertifizierung, Konformitätserklärung nach Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 für den Lebensmittelkontakt sowie Prüfberichte zu Splitterfreiheit und Migration chemischer Stoffe. Siehe: [Leitfaden Holz- und Bambusbesteck](https://ekoroll.com/de/blog/wooden-bamboo-cutlery-guide).

### Kategorie 5: PFAS-freies fettdichtes Papier

Fettdichtes Papier wird bei der Sortimentsplanung oft übersehen. In ansonsten gut dokumentierten Verpackungssystemen ist es oft der letzte Artikel ohne Nachweis – PFAS wurden häufig eingesetzt, um Papier fettdicht zu machen, und Betriebe, die „PFAS-freie“ Verpackung behaupten, brauchen geprüftes fettdichtes Papier als Beleg. Fettdichtes Papier sollte nicht als kompostierbar bezeichnet werden, solange das konkrete Produkt kein Kompostierbarkeitszertifikat hat.

Sortimentsanforderungen:

-   Bogen in Standardgrößen für Theke und Küche
-   Rollen für Betriebe mit hohem Volumen
-   Zugeschnittene Formate für bestimmte Anwendungen (Burgerpapier, Sandwichpapier)

Nachweise für den Weiterverkauf: PFAS-frei-Prüfberichte eines unabhängigen Labors für Papier und gegebenenfalls Beschichtung – keine Lieferantenerklärung. Genau dieser Nachweis fehlt den meisten Großhändlern für fettdichtes Papier derzeit, und er unterscheidet qualifizierte Großhändler von solchen mit ungeprüften Aussagen über „natürliches“ Papier. Siehe: [Leitfaden Burgerpapier aus fettdichtem Papier](https://ekoroll.com/de/blog/greaseproof-paper-burger-wrap-guide).

### Kategorie 6: Kraftpapierverpackungen

Papierschalen mit Deckel, To-go-Boxen und Tüten aus Kraftpapier vervollständigen das Sortiment für Kunden mit Suppen, strukturierten Menüverpackungen und Tragebedarf.

Sortimentsanforderungen:

-   Kraftpapierschalen mit Faserdeckeln (klein und groß): für Suppen, Ramen und heiße Flüssigkeiten
-   To-go-Boxen aus Kraftpapier (klein und groß): für Burger, Sandwiches und strukturierte Menüs
-   Papiertragetaschen: für die vollständige Verpackung einer Bestellung

## Nachweise: was Sie für den Weiterverkauf brauchen

Die Dokumentation für den Weiterverkauf nachhaltiger To-go-Verpackungen in EU-Märkten ist komplexer – und folgenreicher – geworden als noch vor drei Jahren. Die Richtlinie (EU) 2024/825, die ab dem 27. September 2026 gilt, und das nationale Verbraucherrecht (in Deutschland das UWG) begründen eine Haftung für Umweltaussagen über Verpackungen auch weiter unten in der Lieferkette: Ein Großhändler, der „kompostierbare Behälter“ ohne Zertifikat für das Produkt verkauft, setzt sich und seine Kunden dieser Haftung aus. (Die separat vorgeschlagene Green-Claims-Richtlinie wurde nicht verabschiedet.) Dokumentation ist damit kein Extra im Einkauf, sondern eine wirtschaftliche und rechtliche Notwendigkeit.

### Erforderliche Nachweise nach Produktkategorie

| Produktkategorie | Erforderlicher Nachweis | Ausstellende Stelle |
| --- | --- | --- |
| Alle Formate mit Lebensmittelkontakt | Konformitätserklärung nach Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 (produktbezogen) | Erklärung des Produzenten |
| Als kompostierbar verkaufte Behälter und Deckel | Kompostierbarkeitszertifikat für das konkrete Produkt (industriell auf Basis von EN 13432 oder heimkompostierbar) | TÜV AUSTRIA (OK compost INDUSTRIAL / OK compost HOME) oder DIN CERTCO |
| Pappbecher und fettdichtes Papier | PFAS-frei-Prüfberichte | Nach ISO 17025 akkreditiertes Labor |
| Pappbecher | Schriftliche Bestätigung der Beschichtungsart (wasserbasiert / PE / PLA) | Dokumentation des Produzenten |
| Holz- und Bambusbesteck | FSC oder gleichwertiger Nachweis nachhaltiger Herkunft | FSC oder PEFC |
| Alle Formate mit Aussage zur Recycelbarkeit | Schriftliche Recyclingaussage mit ihren Bedingungen (etwa: für das Papierrecycling ausgelegt, sofern die örtliche Sammlung es annimmt) | Produzent oder unabhängige Prüfung |

### Dokumentationsmanagement für Großhändler

Die Verwaltung der Nachweise für ein vollständiges Sortiment erfordert ein systematisches Vorgehen. Zertifikate laufen ab, Rezepturen ändern sich, Vorschriften entwickeln sich weiter. Bewährtes Vorgehen für Großhändler:

-   Führen Sie einen Ablaufkalender für die Zertifikate jedes Produkts im Sortiment – mit Erinnerungen 90 Tage vorher, um Verlängerungen beim Produzenten anzufordern
-   Verlangen Sie aktualisierte Nachweise, sobald der Produzent eine Rezeptur ändert – als vertragliche Pflicht in Lieferverträgen
-   Erstellen Sie für jedes Produkt (oder jede Produktfamilie) ein Dokumentationspaket, das Kunden für ihre eigene Compliance und ihren Einkauf anfordern können
-   Halten Sie die Dokumentation aktuell: Ein vor sechs Monaten abgelaufenes Zertifikat nützt einem Kunden nichts, der eine Prüfung nach der Green-Claims-Richtlinie oder eine Ausschreibung mit aktuellen Nachweisen vor sich hat

## Private Label: Aufbau einer eigenen Marke

Private-Label-To-go-Verpackung – Ihre eigene Marke auf Bagasse-Behältern, deckellosen Bechern und FSC-zertifiziertem Besteck – ist einer der wirksamsten Wege zu einer verteidigbaren Wettbewerbsposition im Großhandel. Sie schafft eine Differenzierung, die reiner Handel nicht nachahmen kann, und bietet Preisspielraum, den Markenprodukte Dritter nicht erlauben.

### Welche Formate sich für Private Label eignen

Am besten eignen sich Formate mit hohem Volumen, hoher Sichtbarkeit und starkem Differenzierungswert:

-   **Bagasse-Behälter:** hohes Volumen, bei jeder Mahlzeit sichtbar, natürliche Optik – ein Private Label auf Deckel oder Boden sorgt für konstante Markenpräsenz an jedem Tisch und bei jeder Lieferung
-   **Pappbecher:** der markenintensivste Verpackungsartikel in Cafés und Kaffeeketten – Private-Label-Becher sind bei jeder Kaffeekette ab etwa 5.000 Bechern pro Monat üblich
-   **Besteckverpackung:** einzeln verpackte Holzbesteck-Sets mit Ihrer Marke auf der Hülle sorgen bei jeder Lieferbestellung für Markenpräsenz

### Mindestmengen für Private Label

Die Mindestmenge wird je Format, Größe und Druckspezifikation auf Anfrage bestätigt. Sie spiegelt die Einrichtungskosten für den Druck Ihres Designs wider. Für einen Großhändler, der ein Private-Label-Sortiment über mehrere Formate aufbaut, ist der anfängliche Kapitalbedarf erheblich – starten Sie mit Ihren Formaten mit dem höchsten Volumen und erweitern Sie auf weitere Formate, sobald sich Volumen aufgebaut hat. Siehe: [Mindestmengen in der Verpackungsbranche](https://ekoroll.com/de/blog/moq-in-packaging-industry).

### Gestaltung von Verpackungen mit Nachhaltigkeitsanspruch

Die Gestaltung sollte die Nachweise des Produkts unterstreichen, nicht ihnen widersprechen. Bewährte Gestaltungsprinzipien:

-   Natürliche Farbwelten (Krafttöne, Grün, Erdtöne) unterstreichen die Naturfasern von Bagasse und Kraftpapier
-   Konkrete, belegte Aussagen auf der Verpackung (zum Beispiel PFAS-frei oder FSC-zertifiziert, EN 13432 nur dort, wo das Zertifikat genau dieses Produkt abdeckt) belegen die Eigenschaften des Produkts auf einen Blick – und geben den Kunden Ihrer Kunden eine sichtbare Qualitätsbestätigung
-   Reduzierte Gestaltung statt komplexer Grafiken – die natürliche Struktur von Bagasse und Kraftpapier ist ein Gestaltungsvorteil, keine Einschränkung
-   Pantone-Farbabgleich für eine einheitliche Marke über alle Formate ist bei bedruckten Läufen möglich – klären Sie Machbarkeit und Auflage mit dem Produzenten, bevor Sie die Druckdaten finalisieren

## Positionierung des Sortiments, um Kunden zu gewinnen

Ein gut aufgebautes Sortiment braucht die passende Positionierung, damit aus Verfügbarkeit gewonnene Kunden werden. Im EU-Gastronomiegroßhandel haben sich drei Strategien bewährt.

### Positionierung über Compliance

Positionieren Sie das Sortiment als Antwort auf den regulatorischen Druck, dem Ihre Kunden ausgesetzt sind: SUP-Minderungsmaßnahmen, EPR-Entgelte und nationale Abgaben auf Kunststoffbecher und -deckel (deckellose Becher und Faserdeckel ersetzen den Plastikdeckel; aufsteckbare Plastikdeckel bleiben erlaubt, denn die Regel zu fest verbundenen Verschlüssen gilt für Flaschen und Getränkekartons, nicht für Becher), das SUP-Verbot von Kunststoffbesteck, die PFAS-Grenzwerte der PPWR für Lebensmittelverpackungen ab dem 12. August 2026 und die Recyclingkriterien der PPWR ab 2028. Diese Positionierung wirkt am besten bei Einkaufsleitern von Ketten, die Compliance-Risiken aktiv steuern – sie sind motivierte Käufer, kennen die Kosten der Nichteinhaltung und zahlen für geprüfte, vollständig dokumentierte Produkte einen Aufpreis. Beginnen Sie mit dem regulatorischen Zeitplan und seiner Bedeutung für den konkreten Betrieb.

### Positionierung über Dokumentation und Kundenqualifizierung

Positionieren Sie das Sortiment als Werkzeug, mit dem sich Ihre Kunden für Betriebs- und Gemeinschaftsverpflegung qualifizieren, die plastikfreie Verpackung verlangt. Die konkrete Aussage: „Zu unserem Sortiment gibt es vollständige Nachweise – für Bagasse die Heimkompostierbarkeit nach TÜV AUSTRIA OK compost HOME, dazu PFAS-frei-Nachweise –, die Sie in Ausschreibungen und Lieferantenqualifizierungen verwenden können.“ Diese Positionierung wirkt am besten bei Gastronomiebetrieben, die sich aktiv um Verträge mit Betriebscaterern, Hotelketten oder öffentlichen Auftraggebern bemühen, bei denen Nachhaltigkeitsnachweise ein Qualifikationskriterium sind.

### Positionierung über die Gesamtkosten

Positionieren Sie das Sortiment über die Gesamtsystemkosten statt über den Mehrpreis pro Stück. Das Argument: Werden kunststoffspezifische Steuern und Abgaben (etwa die britische und spanische Kunststoffsteuer oder der deutsche Einwegkunststofffonds) und separate Deckelkosten korrekt eingerechnet, verringert sich der Abstand zu herkömmlicher Kunststoffverpackung, bei manchen Formaten schließt er sich. Das wirkt am besten bei preisorientierten Einkäufern, die faserbasierte Verpackung wegen des Stückpreises abgelehnt haben, ohne die vollständige Kostenrechnung zu machen. Legen Sie ihnen die Rechnung für ihren Markt vor. Siehe: [Kostenanalyse nachhaltiger Verpackung](https://ekoroll.com/de/blog/sustainable-packaging-cost-analysis).

## To-go-Verpackung direkt für Großhändler

Ekoroll liefert komplette Sortimente an To-go-Verpackungen aus Bagasse, Papier, Formfaser und Holz im Großhandel an Gastronomiegroßhändler und Importeure in ganz Europa: [Bagasse-Behälter](https://ekoroll.com/de/products/eco-packaging/bagasse-zuckerrohr-geschirr), [deckellose Becher](https://ekoroll.com/de/products/eco-packaging/deckelloser-heissgetraenkebecher), [Faserdeckel](https://ekoroll.com/de/products/eco-packaging/formfaser-deckel), [Holzbesteck](https://ekoroll.com/de/products/eco-packaging/holzbesteck-bambusbesteck), [PFAS-freies fettdichtes Papier](https://ekoroll.com/de/products/eco-packaging/fettdichtes-burgerpapier). Produktdokumentation auf Anfrage, jedes Zertifikat mit seinem tatsächlichen Inhaber. Die Bagasse von Ekoroll ist **heimkompostierbar und zu 100 % aus Bagasse (TÜV AUSTRIA OK compost HOME)**, PFAS-frei, wasser- und fettbeständig sowie mikrowellen- und gefriergeeignet; für weitere Faserartikel erhalten Sie Lebensmittelkontakt-Dokumentation gemäß finaler Produktspezifikation und Produktionsweg. Private Label möglich. Lieferung aus der Türkei.

## Häufige Fragen

### ### Welche Nachweise braucht ein Gastronomiegroßhändler für nachhaltige To-go-Verpackung?

Ein Großhändler, der nachhaltige To-go-Verpackungen in EU-Märkten weiterverkauft, braucht je Produktkategorie folgende Nachweise. Für alle Formate mit Lebensmittelkontakt: eine Konformitätserklärung nach Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 für jedes konkrete Produkt. Für Behälter und Deckel, die als kompostierbar verkauft werden: ein Kompostierbarkeitszertifikat einer anerkannten Stelle für das konkrete Produkt (etwa TÜV AUSTRIA OK compost INDUSTRIAL oder OK compost HOME – zwei getrennte Zertifikate – oder DIN CERTCO) – keine pauschale Nachhaltigkeitsaussage des Lieferanten. Für Pappbecher und fettdichtes Papier: PFAS-frei-Prüfberichte eines nach ISO 17025 akkreditierten unabhängigen Labors für Papier und gegebenenfalls Beschichtung. Für Pappbecher: schriftliche Bestätigung der Beschichtungsart (wasserbasiert, PE oder PLA). Für Holz- und Bambusbesteck: FSC- oder PEFC-Zertifizierung. Die Richtlinie (EU) 2024/825, die ab dem 27. September 2026 gilt, verbietet allgemeine Umweltaussagen ohne anerkannte hervorragende Umweltleistung; Großhändler, die konkrete Aussagen zu ihren Produkten machen (kompostierbar, PFAS-frei, kein Plastikdeckel), brauchen diese Nachweise als Beleg – unbelegte Aussagen begründen eine Haftung des Großhändlers.

### ### Welches Mindestsortiment braucht ein Großhändler für vollständige, kunststoffreduzierte To-go-Verpackung?

Ein vollständiges, kunststoffreduziertes To-go-Sortiment für den Gastronomiegroßhandel umfasst sechs Produktkategorien: Bagasse-Behälter (Klappboxen, Tabletts und Schalen), Getränkebecher mit wasserbasierter Beschichtung (deckellose Heiß- und Kaltgetränkebecher), Deckel aus Formfaser (passend zu Ihrem Behältersortiment), Holz- oder Bambusbesteck (lose und einzeln verpackte Sets), PFAS-freies fettdichtes Papier (Bogen und Rollen) sowie Kraftpapierverpackungen (Schalen, To-go-Boxen). Fehlt eine dieser sechs Kategorien, müssen Ihre Kunden ihren Einkauf aufteilen – das schwächt Ihren Bündelungsvorteil und öffnet Wettbewerbern die Tür. Die Dokumentationspflicht gilt für alle sechs Kategorien gleichermaßen: Jedes Format braucht seine eigenen Nachweise, nicht nur die bekanntesten Artikel.

### ### Wie hoch ist die Mindestmenge für Private-Label-Verpackungen für Großhändler?

Die Mindestmenge wird je Format, Größe und Druckspezifikation auf Anfrage bestätigt. Bedruckte Aufträge erfordern die Einrichtung von Druckplatten für Ihr Design; unbedruckte (neutrale) Formate beginnen daher meist bei geringeren Mengen – wir bieten beides projektbezogen an. Großhändler, die ein Private-Label-Sortiment über mehrere Produktkategorien aufbauen, sollten zum Start ihre Formate mit dem höchsten Volumen abdecken – meist die Standardgrößen der Bagasse-Behälter und die wichtigsten Heißgetränkebecher – und das Private-Label-Sortiment erweitern, sobald sich Volumen aufgebaut hat. Die Freigabe von Vorserienmustern (physische Muster aus dem ersten Produktionslauf vor der Serienfreigabe) ist Standard und sollte im Zeitplan vor der Serienproduktion eingeplant werden.

### ### Wie positioniere ich nachhaltige Verpackung gegenüber preisorientierten Einkäufern, die sie für zu teuer halten?

Am wirksamsten ist bei preisorientierten Einkäufern der Vergleich der Gesamtsystemkosten statt der Stückpreise. Die Gesamtkosten herkömmlicher Kunststoffverpackung umfassen den Einkaufspreis plus kunststoffspezifische Steuern und Abgaben (etwa die britische Plastic Packaging Tax, die spanische Steuer von 0,45 € pro kg auf nicht wiederverwendbare Kunststoffverpackungen oder die meist über den Preis weitergegebenen Herstellerabgaben an den deutschen Einwegkunststofffonds) plus separate Deckelkosten (bei herkömmlichen Systemen aus Becher und Deckel). EPR-Entgelte gelten für alle Verpackungen, auch für Papier und Bagasse, und gehören daher auf beide Seiten des Vergleichs. Rechnet man diese Posten ein, verringert sich der Abstand zwischen faserbasierter und Kunststoffverpackung – bei manchen Formaten, etwa deckellosen Bechern anstelle von Becher-Deckel-Systemen, kann er sich schließen. Legen Sie die Rechnung für den jeweiligen Markt vor statt eines pauschalen Versprechens. Marktspezifische Daten finden Sie in unserer Kostenanalyse nachhaltiger Verpackung.

![Mahdi Sadough](https://ekoroll.com/images/mahdi-sadough.webp)

Mahdi Sadough Gründer & CEO, Ekoroll

Mahdi Sadough ist Gründer und CEO von Ekoroll. Er bringt seine Erfahrung aus Markenführung, Verpackungsentwicklung und Produktinnovation in praxistaugliche faserbasierte Verpackungssysteme für die Gastronomie ein.

[LinkedIn](https://www.linkedin.com/in/sadough/) [Über Ekoroll](https://ekoroll.com/de/about)

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## Übertragen Sie das auf Ihre eigene Verpackung

Teilen Sie uns Ihre Speisekarte, Mengen und Ihren Markt mit. Wir schlagen passende Formate vor und senden Muster.

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