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Deckellose Pappbecher im Großhandel: Leitfaden für die Gastronomie

Deckellose Pappbecher im Großhandel: Spezifikationen, Leistung, Kostenvergleich, EU-Vorgaben und Checkliste für den Einkauf für Cafés und Gastronomie.

Teil des Ratgebers: Pappbecher: Leitfaden zu Typen, Beschichtung und EU-Vorschriften

Mahdi SadoughGründer & CEO, Ekoroll
Dunkelblau bedruckter deckelloser Pappbecher mit gefaltetem Verschluss und Strohhalm auf einer Café-Theke aus Holz, daneben ein Stück Bananenbrot und Kaffeemühlen.

Deckellose Pappbecher gehören heute zu den wichtigsten Alternativen zum herkömmlichen System aus Becher und Deckel, die Cafés, Kaffeeketten und Gastronomiebetriebe in Europa prüfen. Für Einkäufer, die den Wechsel prüfen – ob von PE-ausgekleideten Bechern mit Kunststoffdeckel oder von Bechern mit Faserdeckel –, stellen sich dieselben praktischen Fragen: Wie funktionieren sie unter realen Bedingungen, auf welche Spezifikationen kommt es an, wie sieht der Kostenvergleich im Großhandel aus, und was bedeutet die Umstellung im Betrieb konkret?

Dieser Leitfaden ist eine vollständige Praxisreferenz zu deckellosen Pappbechern für Großhandelseinkäufer, Gastronomiegroßhändler und Gastronomiebetriebe. Die ausführliche technische Erklärung des Faltmechanismus finden Sie hier: Was ist ein Becher mit integriertem Deckel?. Den direkten Vergleich mit Kunststoffdeckeln bei Kosten, Compliance und Leistung finden Sie hier: Deckellose Becher vs. Pappbecher mit Kunststoffdeckel.

Für den Großhandelsbezug finden Sie hier die deckellosen Heißgetränkebecher von Ekoroll und die deckellosen Kaltgetränkebecher.

Spezi­fi­ka­tionen deckelloser Becher: worauf es ankommt

Nicht alle deckellosen Pappbecher sind gleichwertig. Die wichtigsten Spezifikationsentscheidungen für Leistung, Compliance und Großhandelseinkauf betreffen Beschichtungsart, Papiergewicht, Qualität des Faltmechanismus und Nachweisdokumentation.

Beschich­tungsart: die wichtigste Spezi­fi­ka­tion

Die Beschichtung auf der Innenseite mit Lebensmittelkontakt bestimmt Recyclingfähigkeit, Lebensmittelsicherheit und Kunststoffanteil. Es gibt drei Optionen:

  • PE-Beschichtung (Polyethylen): herkömmliche Kunststoffauskleidung. Ein deckelloser Becher mit PE-Beschichtung spart den separaten Kunststoffdeckel ein, behält aber Kunststoff im Becherkörper. Im Altpapierstrom nicht recycelbar. Gilt nach der Einwegkunststoffrichtlinie als Becher, der teilweise aus Kunststoff besteht (Verbrauchsminderung, Kennzeichnung, erweiterte Herstellerverantwortung). Mikroplastikmigration bei heißen Getränken dokumentiert. Keine gute Wahl für Betriebe, die neben dem Deckel auch die PE-Auskleidung abschaffen wollen.
  • PLA-Beschichtung (Polymilchsäure): biobasierter Kunststoff aus Pflanzenstärke. Ersetzt den herkömmlichen Kunststoffdeckel, behält aber Biokunststoff im Becherkörper. Im Altpapierstrom nicht recycelbar. Gilt nach der Einwegkunststoffrichtlinie als Kunststoff (Leitlinien der Kommission 2021) und ist daher kein Weg aus den Kunststoffregeln. Zertifikate nach DIN EN 13432 für PLA-Auskleidungen gelten nur für industrielle Kompostierbedingungen.
  • Wasserbasierte Beschichtung: wasserbasierte Polymerdispersion ohne PE-Folie. Kein PE, kein PLA. Für das Papierrecycling ausgelegt, wo die örtliche Sammlung sie annimmt. Unterlagen zur Kompostierbarkeit sollten beim Lieferanten angefordert werden, mit klar benanntem Zertifikatsinhaber. Keine PE-bedingte Mikroplastikmigration. Wie die Beschichtung nach nationalen Kunststoffregeln eingeordnet wird, hängt von ihrer Zusammensetzung ab – verlangen Sie die Dokumentation der Beschichtung. PFAS-freie Varianten mit Prüfberichten unabhängiger Labore erhältlich. Das ist die Spezifikation, um Kunststoffdeckel und PE-Auskleidung gleichzeitig abzuschaffen.

Geben Sie beim Einkauf deckelloser Becher ausdrücklich „wasserbasierte Beschichtung“ vor und verlangen Sie Unterlagen. Viele Lieferanten sprechen von „umweltfreundlich“ oder „nachhaltig“, ohne die Beschichtungsart zu nennen. Ein Lieferant, der die wasserbasierte Beschichtung nicht dokumentiert bestätigen kann, liefert – unabhängig von der Werbesprache – PE- oder PLA-ausgekleidete Becher.

Papier­ge­wicht und Konstruk­tion

Deckellose Becher brauchen eine Papierspezifikation, die sowohl die Steifigkeit liefert, damit der gefaltete Verschluss dem Flüssigkeitsdruck standhält, als auch die Flexibilität, damit das Papier sauber an den Rilllinien faltet. Dafür ist meist ein höheres Flächengewicht nötig als bei einwandigen Standardbechern. Das konkrete Flächengewicht (g/m²) variiert je nach Hersteller und Konstruktion – fordern Sie ein Muster an und testen Sie unter Ihren echten Bedingungen, statt sich nur auf Datenblätter zu verlassen.

Qualität des Falt­me­cha­nismus

Die Präzision des Faltmechanismus bestimmt die Dichtigkeit im Betrieb. Wichtige Qualitätsmerkmale:

  • Präzision der Rilllinien – saubere, gleichmäßige Faltlinien ohne Delamination oder Oberflächenrisse
  • Ausrichtung der Segmente – die gefalteten Segmente bilden einen bündigen, gleichmäßigen Verschluss ohne Spalten, durch die etwas auslaufen könnte
  • Form der Trinköffnung – die Öffnung sollte einen kontrollierten Fluss ohne übermäßigen Widerstand oder Spritzer ermöglichen
  • Halt des Verschlusses – der gefaltete Verschluss sollte bei normaler Handhabung geschlossen bleiben und nicht aufspringen

Testen Sie diese Eigenschaften unter Ihren echten Bedingungen mit heißen Getränken in Serviertemperatur und realistischer Handhabung, bei Lieferdiensten einschließlich Transport in der Tasche.

Nachweis der PFAS-Freiheit

Bei Pappbechern mit Lebensmittelkontakt ist PFAS ein eigenes Thema, unabhängig von der PE-Beschichtung. Ein Becher kann als wasserbasiert beschichtet beschrieben sein und trotzdem PFAS enthalten, wenn das Papier vor dem Beschichten mit PFAS behandelt wurde. Eine vollständige Spezifikation PE-frei und PFAS-frei erfordert:

  • Bestätigung der wasserbasierten Beschichtung (kein PE, kein PLA)
  • Nachweis der PFAS-Freiheit für Papier und Beschichtung – durch Prüfberichte unabhängiger Labore, nicht durch Eigenerklärung

Mehr zu PFAS in Pappbechern: Leitfaden PFAS-freie Pappbecher.

Leistung je nach Getränkeart

Deckellose Pappbecher sind für heiße und kalte Getränke ausgelegt. Die Leistung hängt vom Becherformat und der konkreten Anwendung ab.

Draufsicht auf einen deckellosen Heißgetränkebecher aus Kraftpapier mit schwarzem Kaffee, die Form des offenen Rands ist sichtbar

Heiße Getränke auf Espres­so­basis

Latte, Flat White, Cappuccino und Americano bei üblichen Café-Temperaturen (70 bis 85 °C) sind die Hauptanwendung für deckellose Heißgetränkebecher. Becher mit wasserbasierter Beschichtung sind bei normaler Einmalnutzung für diese Getränke ausgelegt. Der gefaltete Verschluss ist so konstruiert, dass er auf dem üblichen Weg von der Theke zum Gast und beim Take-away über kurze Strecken geschlossen bleibt. Bei Lieferungen, bei denen der Becher 20 bis 40 Minuten in der Liefertasche steht, ist die Wärmehaltung im gefalteten Format mit herkömmlichen Systemen aus Becher und Deckel vergleichbar.

Filter­kaffee und Tee

Filterkaffee und Tee in ähnlichen Temperaturbereichen funktionieren gleichwertig. Die Trinköffnung des gefalteten Verschlusses ist für einen kontrollierten Fluss bemessen, der zu Espressogetränken wie zu Filtergetränken passt.

Eis- und Kalt­ge­tränke

Deckellose Kaltgetränkebecher sind für Eiskaffee, Cold Brew, Eistee und ähnliche Kaltgetränke ausgelegt. Der Becheraufbau bewältigt Kondenswasser außen ohne Strukturverlust. Der Faltmechanismus funktioniert auch bei kalten Getränken zuverlässig. Bei gemixten Getränken mit viel Eis klären Sie die Eignung für Ihr konkretes Getränk vor der Bestellung mit dem Lieferanten – Becher und Faltmechanismus müssen zur Viskosität und Menge Ihrer Produkte passen.

Smoothies und dick­flüs­sige Getränke

Dickflüssige Getränke wie Smoothies und Mixgetränke brauchen eine passend bemessene Trinköffnung für einen ausreichenden Fluss. Prüfen Sie, ob die Trinköffnung des konkreten Bechers für Ihre dickflüssigen Getränke ausreicht – die Größe der Öffnung unterscheidet sich je nach Hersteller und Format.

Verfügbare Größen für die Gastronomie

Deckellose Becher gibt es als Heiß- und Kaltgetränkebecher in den üblichen Gastronomiegrößen. Die verfügbaren Größen unterscheiden sich je nach Lieferant – bestätigen Sie Ihre benötigten Größen vor der Bestellung.

Größen für Heiß­ge­trän­ke­be­cher

Übliche Größen deckelloser Heißgetränkebecher für Cafés umfassen typischerweise:

  • Klein (8 oz, ca. 240 ml): Flat White, kleiner Latte, Standard-Cappuccino
  • Mittel (12 oz, ca. 355 ml): Standard-Latte, großer Cappuccino, Filterkaffee
  • Groß (16 oz, ca. 470 ml): großer Latte, großer Americano, großer Filterkaffee
  • Extragroß (20 oz, ca. 590 ml): großes Take-away-Format, Kaffee für unterwegs

Größen für Kalt­ge­trän­ke­be­cher

Übliche Größen deckelloser Kaltgetränkebecher umfassen typischerweise:

  • Mittel (12 oz, ca. 355 ml): Standard-Eiskaffee, Cold Brew
  • Groß (16 oz, ca. 470 ml): großer Eiskaffee, Iced Latte
  • Extragroß (20 oz, ca. 590 ml): große Eisgetränke, Smoothie-Becher

Wenn Sie Größen außerhalb der Standardpalette oder eigene Größen für bestimmte Getränke brauchen, besprechen Sie das in der Musterphase mit Ihrem Lieferanten. Eigene Werkzeuge für Sondergrößen sind bei ausreichenden Mengenzusagen unter Umständen möglich.

Kosten­ver­gleich: deckellose vs. herkömm­liche Becher­sys­teme

Der Kostenvergleich zwischen deckellosen Bechern und herkömmlichen Systemen aus Becher und Deckel fällt für deckellose Becher günstiger aus, als ein einfacher Stückpreisvergleich vermuten lässt. Eine vollständige Kostenanalyse für den EU-Markt umfasst:

Direkte Kosten

  • Stückkosten des Bechers: Deckellose Becher liegen wegen der aufwendigeren Konstruktion meist moderat über vergleichbaren PE-ausgekleideten Standardbechern. Der Aufpreis hängt von Format, Menge und Druck ab, Preise werden projektbezogen angeboten.
  • Wegfallende Deckelkosten: Die Kosten für den separaten Deckel entfallen vollständig – pro Getränk wird ein Artikel gekauft statt zwei. Bei Café-Mengen verschwindet die monatliche Kostenposition für Deckel ganz und gleicht den Aufpreis des Bechers teilweise oder vollständig aus.

Regu­la­to­ri­sche Kosten (EU und Groß­bri­tan­nien)

  • Kunststoffspezifische Abgaben auf den Deckel: Wo ein Markt Kunststoffverpackungen besteuert, fällt der Kunststoffdeckel darunter – ein deckelloser Becher lässt ihn entfallen. Beispiele: die britische Plastic Packaging Tax (eine britische, keine EU-Maßnahme; 228,82 £ je Tonne ab 1. April 2026 für Kunststoffverpackungsbestandteile mit weniger als 30 % Recyclinganteil) und die spanische Steuer von 0,45 €/kg auf nicht wiederverwendbare Kunststoffverpackungen (seit 1. Januar 2023). Die italienische Kunststoffsteuer wurde verschoben und gilt nicht; Deutschland und Frankreich erheben keine Kunststoffverpackungssteuer pro Kilogramm.
  • Maßnahmen für Einwegkunststoff: In Deutschland zahlen Hersteller von Getränkebechern aus Kunststoff und deren Deckeln in den Einwegkunststofffonds (Einwegkunststofffondsgesetz); EU-weit erfasst die erweiterte Herstellerverantwortung der Einwegkunststoffrichtlinie (Art. 8) Kunststoffbecher und ihre Deckel. Ohne Kunststoffdeckel fällt ein Artikel heraus. Ob ein beschichteter Becherkörper aus Papier erfasst ist, hängt von der Beschichtung und der nationalen Umsetzung ab – verlangen Sie die Dokumentation der Beschichtung.
  • Verpackungslizenzierung: Die allgemeine Herstellerverantwortung für Verpackungen (in Deutschland Systembeteiligung nach VerpackG, in Frankreich öko-modulierte Gebühren) gilt für alle Verpackungen, auch für Pappbecher. Ein Bestandteil statt zwei kann die Bemessungsgrundlage senken, die Pflicht selbst bleibt.

Betrieb­liche Kosten

  • Weniger Artikel: Die Halbierung der becherbezogenen Artikel von zwei auf einen pro Größe senkt Einkaufsaufwand, Lagerverwaltung und Lagerkosten – echte Einsparungen, die ein Stückpreisvergleich nicht abbildet
  • Kein Risiko fehlender Deckel: Fehlen Deckel, stört das den Service und kostet Umsatz über die Verpackungskosten hinaus. Dieses Risiko zu beseitigen hat einen betrieblichen Wert, der schwer zu beziffern, aber real ist

Einen vollständigen Rahmen für die Kostenanalyse mit kunststoffspezifischen Abgaben je Markt und EPR-Kostenstruktur finden Sie hier: Kostenanalyse nachhaltiger Verpackungen.

Umstel­lungs­pla­nung: was der Wechsel konkret bedeutet

Für Betriebe, die von herkömmlichen auf deckellose Becher umstellen, umfasst die Umstellung vier praktische Schritte.

Schritt 1: Mustertest

Bestellen Sie Muster der deckellosen Becherformate, die Sie prüfen – Heiß- und Kaltgetränkebecher, falls relevant. Testen Sie unter Ihren echten Bedingungen: Ihre Getränke bei Ihren Serviertemperaturen, mit Ihren Verpackungs- und Transportbedingungen, falls Sie liefern. Bewerten Sie Dichtigkeit, Faltmechanismus, Wärmehaltung und Trinkerlebnis. Bestellen Sie keine Großmengen ohne Mustertest.

Schritt 2: Schulung des Personals

Der Faltmechanismus erfordert eine kurze Schulung – meist zwei bis drei Minuten praktische Übung pro Person. Bauen Sie das Falten in Ihren Standard-Serviceablauf ein und schulen Sie alle Mitarbeitenden mit Gästekontakt vor dem Start. Achten Sie auf Einheitlichkeit: Alle sollten den Becher gleich und nach demselben Standard falten.

Schritt 3: Kommu­ni­ka­tion mit den Gästen

Bereiten Sie für die ersten vier bis sechs Wochen nach dem Start eine kurze Erklärung für die Gäste vor. Eine Vorführung von drei Sekunden bei der Übergabe reicht für die meisten Gäste. Für Selbstbedienung eignen sich ein kleiner Tischaufsteller oder ein Hinweis auf der Banderole. Beschreiben Sie den Wechsel mit konkreten, überprüfbaren Aussagen (etwa „kein Kunststoffdeckel“) statt mit allgemeinen Umweltaussagen, die die Richtlinie (EU) 2024/825 ab dem 27. September 2026 einschränkt.

Schritt 4: Bestands­wechsel

Planen Sie den Bestandswechsel so, dass möglichst wenig vorhandene Becher und Deckel abgeschrieben werden müssen. Ein Abverkauf Kategorie für Kategorie – vorhandenen Bestand aufbrauchen, bevor deckellose Becher eingeführt werden – vermeidet Verluste und sorgt für einen reibungslosen Übergang. Bestellen Sie die erste Großmenge deckelloser Becher so, dass sie ankommt, bevor Ihr Bestand ausgeht, damit keine Versorgungslücke entsteht.

Einen vollständigen Rahmen für die Umstellung finden Sie hier: Plastikfreie Verpackung: So gelingt die Umstellung.

Checkliste für den Groß­han­dels­ein­kauf

Cafés, Kaffeeketten und Gastronomiegroßhändler, die deckellose Becher in Großhandelsmengen einkaufen, sollten vor der Großbestellung Folgendes prüfen:

  • Beschichtungsart: wasserbasierte Beschichtung mit Dokumentation bestätigen – nicht PE oder PLA
  • Nachweis der PFAS-Freiheit: Prüfberichte unabhängiger Labore für Papier und Beschichtung
  • EU-Lebensmittelkontakt: Konformitätserklärung nach Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 für das konkrete Becherformat
  • Verfügbare Größen: prüfen, ob alle benötigten Größen im deckellosen Format erhältlich sind
  • Heiß- und Kaltgetränkeformate: beide Formate prüfen, falls relevant
  • Muster: vor der Großbestellung testen – nicht verhandelbar
  • Mindestbestellmenge: wird je Format, Größe und Druckspezifikation bestätigt
  • Lieferzeiten: Standard- und Eillieferzeiten für Ihre Logistikplanung
  • Individueller Druck: bei bedruckten Bechern Spezifikation der lebensmittelgeeigneten Druckfarben und Anforderungen an die Druckdaten klären

Deckellose Pappbecher im Großhandel für Cafés und Gastronomie

Ekoroll liefert deckellose Heißgetränkebecher und deckellose Kaltgetränkebecher im Großhandel an Cafés, Kaffeeketten und Gastronomiegroßhändler in ganz Europa. Wasserbasierte Beschichtung, PFAS-frei, PE-frei. Mit wasserbasierter Beschichtung tragen diese Becher DIN-CERTCO-Zertifizierungen als heimkompostierbar und industriell kompostierbar (EN 13432), die der herstellende Partner hält; eine Kopie erhalten Sie auf Anfrage. In einem internen Test von Ekoroll zeigten wasserbasiert beschichtete deckellose Becher, die länger als einen Monat mit Wasser gefüllt standen, weder Undichtigkeit noch Aufweichen noch Wasserdurchtritt. Der wasserbasiert beschichtete Karton hat zudem die Prüfungen nach PPWR (EU) 2025/40 auf PFAS, Gesamtfluor und Schwermetalle (Blei, Cadmium, Quecksilber, sechswertiges Chrom) bestanden; die Prüfberichte von SGS und Eurofins erhalten Sie auf Anfrage. Die empfohlene Abfülltemperatur der deckellosen Becher liegt bei bis zu 90 °C. Kein separater Deckel, der eingekauft, gelagert oder entsorgt werden muss. Direktlieferung aus der Türkei. Mindestbestellmenge und Preise projektbezogen auf Anfrage. Muster und Nachweisdokumentation auf Anfrage.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem deckellosen Becher und einem herkömm­li­chen Pappbecher?

Ein deckelloser Pappbecher hat einen Faltverschluss, der in die Becherwand integriert ist – ein separater Deckel ist nicht nötig. Ein herkömmlicher Pappbecher braucht einen separaten Deckel (Steckdeckel aus Kunststoff oder Faserdeckel), der vor der Übergabe aufgesetzt wird. Deckellose Becher sind ein System aus einem einzigen Teil: Der Deckel als eigener Artikel, die Deckellagerung und das Risiko fehlender Deckel entfallen – und mit wasserbasierter Beschichtung sowohl der Kunststoffdeckel als auch die PE-Auskleidung. Praktisch heißt das: ein Artikel pro Bechergröße statt zwei, einfacherer Einkauf und Lagerung sowie kein Kunststoffdeckel und keine PE-Auskleidung bei Spezifikation mit wasserbasierter Beschichtung.

Welche Beschich­tung sollte ich für einen deckellosen Becher vorgeben?

Geben Sie eine wasserbasierte Beschichtung mit Dokumentation vor. Deckellose Becher mit wasserbasierter Beschichtung haben keine PE- oder PLA-Auskleidung im Becherkörper, sind für das Papierrecycling ausgelegt, wo die örtliche Sammlung sie annimmt, und vermeiden PE-bedingte Mikroplastikmigration in Getränke. Zusammen mit dem integrierten Verschluss entfallen so Kunststoffdeckel und PE-Auskleidung. PE-beschichtete deckellose Becher sparen den Kunststoffdeckel ein, behalten aber eine Kunststoffauskleidung im Becherkörper, die meist spezielle Becher-Recyclingprogramme braucht. PLA-beschichtete Becher nutzen einen biobasierten Kunststoff: Nach den Leitlinien der EU-Kommission von 2021 zur Einwegkunststoffrichtlinie gilt PLA als Kunststoff, und PLA-Auskleidungen werden in den meisten Papierrecyclingströmen nicht angenommen. Wie eine Beschichtung nach nationalen Kunststoffregeln eingeordnet wird, hängt von ihrer Zusammensetzung ab. Verlangen Sie daher immer eine Dokumentation der Beschichtung, nicht nur Werbebeschreibungen.

Funk­tio­nieren deckellose Becher mit heißem Kaffee auch bei Lieferungen?

Ja, im normalen Café-Betrieb. Deckellose Becher mit wasserbasierter Beschichtung sind für heißen Kaffee in üblicher Serviertemperatur (70 bis 85 °C) und für typische Take-away- und Lieferwege von 20 bis 40 Minuten ausgelegt. Der gefaltete Verschluss ist so konstruiert, dass er unter üblichen Lieferbedingungen ein Auslaufen beim Transport in der Tasche verhindert. Die Wärmehaltung im gefalteten Format ist auf üblichen Wegen vom Café zum Gast mit herkömmlichen Systemen aus Becher und Deckel vergleichbar. Wie bei jeder Verpackung gilt: vor der Großbestellung mit Mustern unter Ihren Bedingungen testen – Serviertemperatur, Getränkeart und Lieferentfernung beeinflussen die Leistung.

Gilt die EU-Vorgabe zu fest verbundenen Verschlüssen für Kaffee­be­cher?

Nein. Die Vorgabe der Einwegkunststoffrichtlinie (EU) 2019/904 zu fest verbundenen Verschlüssen (Tethered Caps, Art. 6, seit 3. Juli 2024) gilt für Kunststoffverschlüsse und -deckel von Getränkebehältern bis 3 Liter, etwa Flaschen und Getränkeverbundkartons. Für Becher gilt sie nicht: Steckdeckel aus Kunststoff auf Kaffeebechern müssen nicht befestigt sein und sind weiterhin zulässig. Für Kunststoffbecher und ihre Deckel gelten nach der Richtlinie nationale Maßnahmen zur Verbrauchsminderung (Art. 4), die Kennzeichnung auf Bechern, die teilweise aus Kunststoff bestehen (Art. 7), und die erweiterte Herstellerverantwortung (Art. 8). Ein deckelloser Becher nimmt den separaten Kunststoffdeckel ganz aus dem System; der Becher selbst wird nach seinem eigenen Material und seiner Beschichtung beurteilt.

Sind deckellose Becher im Großhandel teurer als herkömm­liche Becher?

Der Stückpreis deckelloser Becher liegt moderat über dem vergleichbarer PE-ausgekleideter Standardbecher; der Unterschied hängt von Format, Menge und Druck ab, Preise werden projektbezogen angeboten. Der wegfallende Deckeleinkauf, kunststoffspezifische Abgaben auf den Deckel, wo sie gelten (etwa die britische Plastic Packaging Tax oder die spanische Steuer auf nicht wiederverwendbare Kunststoffverpackungen), und weniger Artikel im Lager gleichen diesen Aufpreis für viele Betriebe bei Großhandelsmengen jedoch teilweise oder ganz aus. Allein der Wegfall des Deckels streicht eine komplette monatliche Kostenposition. Die allgemeine Verpackungslizenzierung bleibt für den Pappbecher bestehen, wie für jede Verpackung. Mindestbestellmengen hängen von Format, Größe und Druck ab und werden projektbezogen angeboten. Heiß- und Kaltgetränkeformate sind in den üblichen Cafégrößen erhältlich. Muster mit Produktdokumentation (Bestätigung der wasserbasierten Beschichtung, PFAS-Prüfberichte, Konformitätserklärung nach Verordnung (EG) Nr. 1935/2004) stehen vor der Großbestellung zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns über das Anfrageformular, um Größen, Mengen und Liefertermin zu besprechen.

Mahdi Sadough

Mahdi Sadough Gründer & CEO, Ekoroll

Mahdi Sadough ist Gründer und CEO von Ekoroll. Er bringt seine Erfahrung aus Markenführung, Verpackungsentwicklung und Produktinnovation in praxistaugliche faserbasierte Verpackungssysteme für die Gastronomie ein.

ekoroll.com/de/blog/lid-free-paper-cup · sales@ekoroll.com · © 2026 Ekoroll

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